FREQUENT ASKED QUESTIONS - ONLY IN GERMAN UNTIL FURTHER NOTICE

F: Was unterscheidet Kanu, Kajak und Canadier?

A: Nach der Definition ist Kanu der Oberbegriff für in Blickrichtung mit Paddeln vorwärts bewegte Wasserfahrzeuge. Man unterscheidet diese dann in Canadier, die mit Stechpaddeln vorwärts bewegt werden und ihren Ursprung bei den Indianerstämmen Nordamerikas haben und in Kajaks, die mit Doppelpaddeln gefahren werden und ihren Ursprung bei den Inuit haben. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird das Kanu aber häufig mit dem Canadier gleichgestellt.


F: Kajak oder Canadier?

A: Die Wahl, welcher Bootstyp der Richtige ist, ist in erster Linie von den persönlichen Gegebenheiten abhängig. Einerkajaks, vor allem die mit Steueranlagen ausgestatteten Modelle, scheinen gerade für Anfänger einfacher zu manövrieren zu sein, obwohl sich mit dem Stechpaddel und der leicht zu erlernenden Technik auch Einercanadier spielerisch leicht bewegen lassen. Zweier-Canadier, und natürlich auch die größeren Modelle, werden durch den Heckpaddler mit Hilfe des Paddels gesteuert. Die Insassen können auch unsynchron paddeln oder das Paddel beiseite legen. Anders als beim Doppelpaddel , tropft am Stechpaddelschaft kein Wasser ins Boot. Die Paddeltechnik ist leicht zu lernen, die Grundschläge (siehe Fahrtechnik im Serviceteil) führen Sie schon nach kürzester Zeit ans Ziel.


F: Ich habe gehört Canadier seien windanfällig. Was ist da dran?

A: Jedes Boot ist auch dem Wind ausgesetzt, der Segler freut sich, -den Paddler stört es. Entscheidend für die Wirkung von Wind auf Kanus ist, neben der Windrichtung und Stärke, die gesamte Windangriffsfläche des Bootes über der Wasserlinie. Die Bugformen der Canadier darf man hier vernachlässigen, denn die gleiche Fläche, die bei traditionellen Bugformen mehr in den Wind ragt, haben flachere Bugformen vorne, sogar mit größerem Hebel angesetzt. Die Körpergröße der Paddler oder weite Jacken haben da eher einen Einfluss, wenn man davon ausgeht ein in der Größe passendes, also nicht übergroßes, Boot zu wählen. Mit Entscheidend ist die Rumpfform (Infos im Serviceteil), das heißt, wie das Kanu im Wasser liegt. Auch mit richtiger Trimmung lässt sich bei Wind viel erreichen. Zusätzlich helfen Süllrandformen wie sie an den meisten von Gatz-Kanus hergestellten Canadiern zu finden sind und vor allem eine funktionierende Persenning. Weil damit dem schräg von oben einfallenden Wind eine komplette Angriffsfläche (die Innenbordwand) genommen wird mindert das die Windangriffsfläche erheblich.


F: Warum haben Gatz-Canadier keinen Kiel?

A: Kiele wurden früher bei Holzbooten konstruktiv oder zum Schutz eingesetzt.Canadier aus modernen Materialien, wie sie von GATZ-Kanus verarbeitet werden, brauchen keinen Kiel als Schutz oder Verstärkung. Gatz-Kanus hat nie Canadier mit Außenkielen hergestellt. Kiele, die man oft noch als Aussteifung in billigen Booten findet, sind anfällig bei Grundberührungen und mindern die Wendigkeit. Verminderte Wendigkeit heißt für den weniger geübten Kanufahrer aber auch, dass es schwerer ist das Boot wieder auf Kurs zu bekommen.


F: Sind GFK-Boote out? Gibt es Wundermaterialien?

A: Nein! Die Composite-Materialgruppe, zu der auch GFK (Glasfaserverstärkter Kunststoff) gehört, hat nach wie vor einen sehr hohen Stellenwert im Kanumarkt. Gerade der Qualitäts-Canadier in hochwertiger Composite-Bauweise (mit Kevlar-Carbon Verstärkungen oder in Leichtbauweise) wird immer beliebter. Allerdings ist die Qualität des Canadiers entscheidend abhängig von den bei der Herstellung eingesetzten Materialien (Fasern und Harzkomponenten), ihrer Verarbeitung und der Kompetenz in der Formgebung. Hochwertigste Rohstoffe und fachlich korrekte Verarbeitung, also genau das, wofür Gatz-Kanus seit nunmehr über 45 Jahren stehen, ergeben langlebige Boote. Ebenso wichtig ist der richtige Materialaufbau. Billigboote aus reinem GFK, oft im schwere Boote ergebenden Spritzlaminat gefertigt, werden manchmal zu Preisen angeboten, für die ein Hersteller im hochwertigen Bereich noch nicht einmal die Rohstoffe einkaufen kann. Das Ergebnis spricht dann in der Regel für sich. Qualität hat ihren Preis, der durch jahrzehntelange Lebenserwartung und hohe Wiederverkaufserlöse immer gerechtfertigt ist. Die Varianten der Gatz-Composite-Materialgruppe, sowie die PE- und Royalex-Materialien erlauben es Gatz-Kanus als Hersteller ein in jedem Bereich für Sie optimales Produkt zu fertigen.


F: Fährt man Canadier am besten im Sitzen oder in knieender Position?

A: Wie Sie am besten fahren bleibt ganz individuell Ihnen überlassen. Im Canadier können Sie Ihre Beine anwinkeln, strecken, über Bord baumeln lassen. Es gibt Sitze mit und ohne Rückenlehnen. Sie, oder auch Kinder, können sich in das Boot legen oder sich auf einem flachen Sitz auf den Bootsboden setzen. Die gesündeste Haltung für die Wirbelsäule ist das knieend fahren. Bei geradem Rücken wird die Muskulatur gestärkt. Kniematten, die auch die Fußbeuge unterstützen sind sehr bequem. Das Körpergewicht ruht größtenteils auf dem schrägstellbaren (wichtig!) Sitzbrett. Alle Sitzpositionen können schnell gewechselt werden, dadurch werden einseitige Beanspruchungen vermieden. Beim knieend fahren haben Sie viel mehr Kontakt zum Canadier und der Schwerpunkt des Bootes geht tiefer. Das Ergebnis ist mehr Sicherheit und Fahrfreude.


F: Sind Canadier nicht zu schwer und unhandlich?

A: Nein, denn selbst ein großer Familien-Canadier, der in Standardbauweise rund 42kg wiegt (in Carbon hat das gleiche Boot beispielsweise nur noch 29kg), wird ja in der Regel von mindestens 2 Personen getragen oder aufgeladen und dann bleiben pro Person maximal noch knapp über 20kg übrig, -das ist weniger als die meisten Touren-Einerkajaks, die ja auch alleine bewegt werden müssen, wiegen. In Carbon sind 2er-Canadier, wie der Canoki, schon ab 15kg erhältlich. Nutzt man dann beim Aufladen noch ein paar Hebelgesetze zur Gewichtsveteilung (der kräftigere oder größere Partner greift den Canadier einfach mehr in der Bootsmitte) und praktische Ladehilfen, wird mit wenig Übung das Handling selbst größter Boote zu einer einfachen Übung. Auch der Landtransport ist mit einem passenden Bootswagen ein Kinderspiel.


F: Woher kommen Gatz-Canadier eigentlich?

A: Das ist recht schnell beantwortet: Wir bauen Ihr Kanu! Mit anderen Worten gesagt, jeder Gatz-Canadier und Kajak wird in unserem Werk, das eigentlich eher eine Manufaktur ist, in Köln, der schönen Stadt am Rhein, für Sie gefertigt. Vom Bootsdesign, Modellbau, Formenbau, - bis hin zum fertigen Boot mit vielen einzigartigen Ausstattungsdetails-, wird jeder Canadier, zum Teil in aufwändiger Handarbeit, von unseren Spezialisten für Sie angefertigt. Auch die Produktionsmaschinen, wie z.B. unsere große Vakuumtiefziehanlage für die Royalex-Produktion, werden hier in Köln unter Bezug auf das jeweilige Material geplant, und soweit möglich selber gefertigt. Das sichert optimale Produktionsbedingungen für langlebige Qualitätsboote "Made in Cologne, Germany". Auf diese Siegel sind wir seit 45 Jahren stolz! Kein Gatz-Canadier kommt aus Ländern mit Lohndumping oder osteuropäischer Billigproduktion.


F: Wer hilft mir bei der Auswahl meines Canadiers in dem großen Angebot.

A: Wer sich an uns bei Gatz-Kanus wendet, hat schon entschieden, dass ein Boot mit Fahreigenschaften/Performance und Qualität in die engere Wahl kommt. Darüber freuen wir uns. Zuerst legen Sie fest, was Sie mit dem Kanu eigentlich unternehmen wollen. Auch wenn Sie nur wenige Fahrten im Jahr planen rechnet sich ein vielleicht auf den ersten Blick teureres Boot. Der Wiederverkaufswert ist höher, die Lebenserwartung deutlich größer, ein Boot, das Spass macht weil es gut läuft, nutzt man häufiger. Nutzen Sie den Kanu-Finder auf der Website, zu den Fragen finden Sie erläuternde Erklärungen. Mehr Hinweise zum Material und den Bootsformen gibt Ihnen der Kanu-Explorer. Darüber hinaus stehen Ihnen auch die Experten von Gatz-Kanus gerne zur Verfügung. Wir verarbeiten alle wichtigen Materialien und kennen die Eigenschaften, wir paddeln unsere Kanus selber. Das heißt für Sie optimale und objektive Beratung aus erster Hand. Importeure müssen verkaufen, was der ausländische Hersteller ihnen liefert, Gatz-Kanus als deutscher Hersteller fertigt die Boote, die von unseren Kunden gebraucht werden. Nutzen Sie neben unserer Fachkompetenz auch unser Angebot zur Probefahrt. Nur diese Vergleichsmöglichkeit kann Ihr ganz persönliches Bootsgefühl in die Kaufentscheidung einbringen. Tests in Magazinen und Foren können das nicht leisten, weil sie bis auf die Darstellung technischer Daten leider niemals objektiv durchgeführt werden können. Die Möglichkeit der Probefahrt sprechen wir bewußt an, wenn mehrere Modelle in Frage kommen. Es wäre in unseren Augen verkehrt, Sie -wie in manchem "Fachgeschäft" leider oft der Fall-, auf einen Bootstyp hin zu beraten, nur weil dieser gerade im Geschäft liegt. Aus dem positiven Feedback unserer zufriedenen Kunden wissen wir um den positiven Nutzen der Probefahrt, auch bei weiter Anreise, für die Entscheidung, welches Boot lange Jahre Ihr Begleiter sein wird.


F: Wie pflege und repariere ich meinen Canadier? Wo bekomme ich das Material?

A: Oft möchten unsere Kunden nur optisch störende Kratzer entfernen. Hin und wieder kann es auch ein sehr tiefer Kratzer, der z.B. von einem Stück Eisen im Flussbett verursacht wurde oder auch ein kleiner Bruch sein, der im Interesse einer langen Lebenserwartung repariert werden sollte.
Alle 3 Materialgruppen, in denen GATZ-Canadier produziert werden, lassen sich reparieren. Tipps dazu und auch sonstige Pflegehinweise finden Sie im SERVICE auf dieser Website als, nach Materialgruppen gegliederten, Downloaddateien (PDF). Die Materialien für Composite und Royalex-Reparatur finden Sie im SHOP auf dieser Website.