GUTES DESIGN ZEIGT SICH IN DEN DETAILS

Ein längeres Boot ist in der Regel bei gleicher Breite schneller als ein kürzeres (Länge läuft), das kürzere ist wendiger. Die Rumpfform spielt eine entscheidende Rolle. Ein Canadier mit flachem Boden und viel Kielsprung ist deutlich wendiger als ein Canadier mit geradlinigem, leicht gerundetem Unterwasserschiff. Ein runder Boden gibt eine sehr hohe Endstabilität in fast jeder Position (Stehaufmänncheneffekt) und ist je nach Ausprägung ein wenig gewöhnungsbedürftig. Der flache Boden bedeutet hervorragende Anfangsstabilität (Sicherheit).


QUERSCHNITT

Der Querschnitt des Kanus bedingt wie Sie sich an Bord fühlen


Der flache Boden (U-Spant) gibt größtmögliche Anfangsstabilität. Man kann im Boot aufstehen und fühlt sich auch mit mehreren Personen im Boot sehr sicher. Die Endstabilität dieser Form ist etwas geringer, es muß allerdings sehr viel passieren, bis ein solches Boot einmal kippt. Ein Beispiel aus dieser Gruppe ist der Cherokee 500.


Der Rundspant gibt hervorragende Endstabilität, das heißt man kann das Kanu aus nahezu jeder Schräglage durch einfache Gewichtsverlagerung wieder aufrichten. Das leichte Pendeln um den Schwerpunkt bedingt, daß diese Rumpfform nie ganz so satt im Wasser liegt wie der U-Spant. Der Rundspant verbessert die Allroundeigenschaften in stark bewegtem Wasser. Ein Beispielkanu aus dieser Gruppe ist der Racoon RX.


Der V-Boden vereint Eigenschaften von Rundspant und U-Spant. Das Boot kann um seinen Schwerpunkt pendeln, liegt dann aber wieder flach und relativ sicher auf. Der V-Spant ermöglicht vergleichbare Geradeauslaufeigenschaften wie der Rundspant, kommt aber auf flachen Gewässern, ähnlich wie ein Boot mit Kiel, etwas schneller mit Steinen in Berührung. Der empfohlene Einsatzbereich sind Seen und tiefere Gewässer. Beispiele für Canadier mit V-Boden sind die Modelle der
Gatz-Canadian Baureihe.


Der flache Rundboden ist die am häufigsten verwendete Form und ein Merkmal sorgfältig konstruierter Kanus. Eine ausgewogene Mischung aus Sicherheit, Komfort und Performance zeichnet Kanus mit diesem Querschnitt aus. Ein Beispiel dieser Kategorie ist der Mohawk 490 PE.


LÄNGSSCHNITT

Der Längsschnitt des Kanus gibt Aufschluß über Faktoren wie Drehfreudigkeit und Schnelligkeit.



Eine ganz gerade Wasserlinie, das heißt keinen Kielsprung haben Canadier, die für schnellen Geradeauslauf konzipiert werden. Die ganze Länge führt, dadurch kann selbst ein kurzes Boot besser geradeausfahren, als ein längeres mit mehr Kielsprung. Canoki und Yaqui sind gute Beispiele hierfür.



Starken Kielsprung, d.h. eine deutliche Aufbiegung an den Bootsenden haben Canadier für Wildwassereinsätze. Auf normalen Gewässern braucht man etwas mehr Steuertechnik, weil die Boote so schön wendig sind. Yoho 1-80 und Racoon RX. sind beliebte Vertreter dieser Kategorie.



Canadier für Allroundeinsätze haben einen moderaten Kielsprung. Sie vereinen, in Verbindung mit dem Rumpfquerschnitt, eine gute Mischung aus Geradeauslauf und Wendigkeit. Sie finden diese Eigenschaften beispielsweise beim Royalex Royalex Orca.


Bugdesign

Gatz-Canadier mit ihren charakteristischen Bugformen gelten als der Ursprung der heutigen Popularität des Canadierfahrens in Deutschland. Boote mit ausgeprägtem Bug wurden von vielen Indianerstämmen konstruiert.Auch die Voyageurs, die vom Kanu aus Nordamerika erkundeten, setzten auf Bugformen, die auf den stürmischen großen Seen und dem bewegten Wasser der Flüsse gleich gut verwendbar waren. Unterschiedliche Bugformen bedingen unterschiedlich lange Wasserlinien. Auch über der Wasserlinie entscheidet sich noch wie trocken ein Kanu läuft - auch in Abhängigkeit vom Bugdesign. Manche Designs sind durch das verwendete Material und das Herstellungsverfahren limitiert, auch gibt es rein auf Funktion (z.B. stapelfähige Designs für lange Transportwege) bezogene Konstruktionen.
Bei Gatz-Kanus finden Sie für jeden Geschmack und Einsatzzweck eine ansprechende Bugform. Gatz-Kanus sind schön, individuell und funktionell.